Wir über uns

Das IGG erstellt seit 1981 psychologische Gutachten in Vormundschafts-, Familien- und Strafverfahren. Seit 1985 ist Herr Dipl.-Psych. Dr. Carsten Unger in die Leitung des Instituts eingetreten, die mittlerweile gemeinsam mit Frau Dipl.-Psych. Henrike Dierks und Herrn Dipl.-Psych. Karsten Hundertmark ausgeübt wird. Das Team des IGG besteht derzeit aus insgesamt zwölf freiberuflich tätigen Psychologinnen und Psychologen. Unsere Sachverständigentätigkeit erstreckt sich örtlich überwiegend auf Gerichte und Staatsanwaltschaften aus Norddeutschland.

Über die lange Zeitspanne unserer Tätigkeit ist unser Arbeitsfeld durch die sich veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, auf die auch die Legislative reagiert hat, Veränderungen unterworfen, welche auch in unserer Tätigkeit Niederschlag gefunden haben und zukünftig finden werden. Wir denken hier beispielsweise an die Kindschaftsrechtsreform von 1998, die Zunahme der Bedeutung von Mediation, der Diskussion des „Missbrauchs des Missbrauchs“ oder des zunehmenden „betreuten Umgangs“ in den letzten Jahren. Zu einer sich langsam vollziehenden Änderung der „Verfahrensphilosophie“ gehört sicherlich auch die Erkenntnis aller professionell Beteiligten, dass ein psychologisches Gutachten nicht ausschließlich dazu dienen soll, möglichst objektiv den Status quo eines familiären Systems oder einzelner Menschen zu erheben, sondern auch die Chance in sich birgt, konstruktive Impulse zu setzen, um ein verfestigtes Konfliktsystem in Bewegung zu bringen. Wenngleich eine solche lösungsorientierte Diagnostik nicht in jedem Fall einsetzbar oder nützlich ist (z. B. in Verfahren zum §1666 BGB), steht dieser Ansatz doch für eine humanistisch-systemische Grundhaltung, der sich das IGG seit jeher verbunden fühlt. Einzelne Personen, Beziehungspartner oder Familiensysteme werden nicht ausschließlich als „diagnostisches Objekt“ betrachtet, sondern als Konfliktbeteiligte, deren selbstbestimmte Fähigkeit zur Deeskalation, zum Interessenausgleich und Konfliktlösung grundsätzlich als Ressource angenommen und als aktivierbar angesehen wird.

In diesem Sinne verlagert sich der Fokus der Begutachtung auch in der Fachliteratur in den letzten Jahren zunehmend von der Statusdiagnostik zur Prozessdiagnostik und einer sich hieraus abgeleiteten Verlaufsprognose. Wir möchten an dieser Stelle unsere Arbeitsfelder vorstellen und in Kürze beschreiben.

Carsten

Dipl.-Psych. Dr. Carsten Unger

Foto Dierks  (1) 1. Wahl komp

Dipl.-Psych. Henrike Dierks

Hundertmark sw-2013-07-04

Dipl.-Psych. Karsten Hundertmark